Verhaltensregeln des LSVD Berlin-Brandenburg
Der LSVD Berlin-Brandenburg möchte Räume schaffen, in denen sich Menschen aller queerer Identitäten, Herkünfte, Staatsangehörigkeiten, Rassifizierungen, Religionen, Behinderungen und chronischer Krankheiten, Neurodiversitätsmerkmale, Alter, Aussehen und Gewichtskategorien, sozialer Statusse oder anderer Merkmale sicher und willkommen fühlen. Wir verstehen queere Vielfalt ausdrücklich umfassend. Dazu gehören unterschiedliche Identitäten, Communities, Lebensweisen und verschiedenste konsensuelle Ausdrucksformen wie beispielsweise Leder-, Puppy- und BDSM-Communities.
Diese Verhaltensregeln gelten für alle Veranstaltungen, Angebote und Räume des LSVD Berlin-Brandenburg. Dazu gehören unter anderem Workshops, Vorträge, Mitgliederversammlungen, Infostände, Freizeitangeboten sowie digitale Veranstaltungsformate. Bei Demonstrationen und Kundgebungen dienen die Regeln als Verhaltensleitlinie für Teilnehmende; darüber hinaus gelten die Bestimmungen des Versammlungsrechts.
Wir erwarten
- Gehe respektvoll und wertschätzend mit anderen um.
- Benutze inklusive und diskriminierungssensible Sprache.
- Respektiere Selbstbezeichnungen, Namen und Pronomen.
- Gehe sensibel mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven um.
- Achte auf die eigenen Grenzen und die Grenzen anderer.
- Äußere Kritik sachlich, respektvoll und konstruktiv.
Wir tolerieren nicht
- Diskriminierungen jeglicher Art. Dazu gehört beispielsweise: Queerfeindlichkeit, Adultismus, Ageismus, Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit, Fettfeindlichkeit, Klassismus, Rassismus – unter anderem Rassismus gegen asiatisch gelesene Menschen, geflüchtete Menschen, muslimische Menschen, Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, Sinti*zze und Rom*nja, Schwarze Menschen und slawische Menschen.
- Sexuelle Belästigung und andere unerwünschte körperliche Annäherungen oder Grenzüberschreitungen
- Mobbing, Einschüchterung oder Bedrohungen
- Beleidigende, herabwürdigende oder provozierende Äußerungen
- Absichtliches Misgendern und Deadnaming
- Die Veröffentlichung oder Weitergabe persönlicher Informationen anderer Personen ohne deren Zustimmung, einschließlich Fremdouting
- Strafbare, gefährliche oder fahrlässige Handlungen
Rechtsextreme Personen sind von unseren Veranstaltungen, Räumen und Angeboten ausgeschlossen!
Fotos, Videos und Social Media
Bitte respektiere die Privatsphäre anderer Teilnehmender. Du darfst andere Personen nur mit deren Zustimmung fotografieren, filmen oder Informationen über sie veröffentlichen.
Ansprechpersonen
Wenn du diskriminierendes, grenzüberschreitendes oder unangenehmes Verhalten erlebst oder beobachtest, wende dich bitte an das Veranstaltungsteam. Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst.
Natürlich greift das Veranstaltungsteam auch selbstständig ein, wenn es einen Konflikt, eine Diskriminierung oder ein anderweitiges Fehlverhalten bemerkt.
Konsequenzen
Wir verfolgen einen betroffenenzentrierten Ansatz. Das bedeutet, dass wir die Perspektive betroffener Personen sehr ernst nehmen und bei Entscheidungen den Schutz von Betroffenen besonders berücksichtigen.
Bei Verstößen gegen die Verhaltensregeln behalten wir uns vor, Personen anzusprechen, Verwarnungen auszusprechen oder von der Veranstaltung auszuschließen (ohne Anspruch auf Rückerstattung). In schwerwiegenden Fällen können wir Personen von künftigen Veranstaltungen ausschließen. Strafbare Handlungen bringen wir zur Anzeige.