Am 14. August wurde es am Ufer der Spree besonders lebendig: In einem Bootshaus gegenüber dem Holzmarkt haben wir das 10-jährige Bestehen des Mentor*innenprogramms gefeiert. Rund 80 Menschen kamen im Laufe des Tages zusammen – Mentor*innen und Mentees, Kolleg*innen, Kooperationspartner*innen, Unterstützer*innen und viele Menschen, die das Programm über die Jahre begleitet haben. Zehn Jahre Mentor*innenprogramm: das sind zehn Jahre voller Begegnungen, Beziehungen und gegenseitiger Unterstützung.
Angefangen hat alles 2016
Am 16. Februar 2016 erhielt das Mentor*innenprogramm erstmals eine finanzielle Förderung. Schon im ersten Jahr entstanden 52 Pat*innenschaften. Die Idee dahinter war und ist eigentlich ganz einfach: Menschen zusammenbringen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären.
Seitdem ist viel passiert. Das Programm ist gewachsen, hat sich verändert und immer wieder auf neue gesellschaftliche Herausforderungen und die Bedürfnisse von Mentor*innen und Mentees reagiert. Geblieben ist die Überzeugung, dass persönliche Begegnungen einen Unterschied machen können.
Wer mehr über die Geschichte des Programms und seine Entwicklung erfahren möchte, findet in unserer Broschüre zum 10-jährigen Jubiläum viele weitere Geschichten und Einblicke: 10 Jahre Mentor*innenprogramm 📖
Begegnungen, die bleiben
Im Zentrum des Mentor*innenprogramms stehen die Menschen. Für viele Mentees ist der erste Kontakt mit dem Projekt ein wichtiger Schritt: ein Ort, an dem ihnen zugehört wird, an dem sie Fragen stellen und von ihren Erfahrungen erzählen können. Daraus kann eine Pat*innenschaft entstehen und manchmal auch viel mehr.
Projektleiterin Lucina Akintaya beschreibt den besonderen Moment des Kennenlernens so:
„Es ist jedes Mal aufs Neue ein aufregender Moment, zwei Menschen miteinander zu verbinden und ein besonders schöner, wenn spürbar wird, dass sich beide gut verstehen und Empathie füreinander entwickeln.“
Über die Jahre sind daraus Freundschaften, gegenseitige Unterstützung und Verbindungen entstanden, die weit über die eigentliche Pat*innenschaft hinausreichen.
Auch Geschäftsführer Florian Winkler-Schwarz betonte in seinem Grußwort, was das Programm dafür schafft:
„Das Mentor*innenprogramm schafft hierfür einen geschützten Rahmen: Es bringt Menschen zusammen, fördert gegenseitiges Verständnis und ermöglicht Beziehungen, die von Vertrauen, Respekt und gegenseitigem Lernen geprägt sind.“
Ein Fest für zehn Jahre Engagement
Und genau diese Verbindungen wollten wir feiern. Bei gutem Essen von Bantabaa – mit Puff Puff, Fried Plantains, Yassa, Superkanja, Plassas und Shortbread – wurde zusammengesessen, erzählt und gelacht. Die Mentees gaben mit ihren persönlichen Geschichten aus dem Projekt auch Anlass zum Innehalten und machten spürbar, was die Pat*innenschaften für die Menschen bedeuten. Mit der Vorstellung der Jubiläumsbroschüre und einer Diashow mit Fotos aus den vergangenen Jahren wurde gemeinsam zurückgeblickt, bevor spätestens beim Auftritt der ghanaischen Aktivistin, Sängerin und Künstlerin Angel Maxine wieder getanzt wurde. Bei „Wo Fie“ und „Arm The Dolls“ hielt es viele nicht mehr auf den Sitzen.
Möglich war der Tag auch durch viele helfende Hände. Mentor*innen, Mentees und Kolleg*innen unterstützten bei der Feier – und ganz besonders die Ehrenamtlichen des queeren Home-Care-Projekts Alle Farben, mit denen wir uns eine Bürogemeinschaft teilen. Sie halfen beim Aufbau, beim Abbau und überall dort, wo gerade Unterstützung gebraucht wurde.
Danke und auf die nächsten zehn Jahre!
Ein Jubiläum ist vor allem ein guter Moment, Danke zu sagen: an alle Mentor*innen und Mentees, die das Programm mit Leben füllen. An die Kooperationspartner*innen, Kolleg*innen und Unterstützer*innen, die es über die Jahre begleitet und ermöglicht haben. An unsere Fördermittelgeber*innen „Menschen stärken Menschen“, die LADS und den Paritätischen Wohlfahrtsverband für die langjährige Unterstützung. Und an alle Menschen, die mit ihrer Zeit, ihrem Vertrauen und ihrem Engagement dazu beitragen, dass Begegnungen entstehen können.
Lucina Akintaya bringt es auf den Punkt:
„Durch euer Vertrauen, eure Offenheit und die Bereitschaft, voneinander zu lernen, sind die Verbindungen entstanden, die das Herzstück des Programms bilden.“
Zehn Jahre sind ein Grund zurückzublicken. Vor allem aber sind sie ein Grund, nach vorne zu schauen. Auf die nächsten zehn Jahre und auf all die Begegnungen, die noch vor uns liegen!
MILES ist ein Projekt für LSBTIQ*-Personen mit Flucht- und Migrationserfahrung des LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e.V.
Hier gehts zum Mentor*innenprogramm für LSBTIQ* mit Flucht- und Migrationserfahrung in Berlin